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Ein Team werden!

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Nun ist es fast vier Wochen her, dass ich meine Isländerin zu mir in den Stall geholt habe. Eine Zeit, die wie im Fluge vergangen ist. Die ersten Wochen waren aufregend, für uns ALLE. Die Kinder sind beim Anblick des Puschel-Ponys völlig ausgeflippt. Alle wollten immer mit zum Stall und es war unheimlich aufregend. Ich muss ein großes Kompliment an mein Pferd aussprechen. Sie lässt sich brav putzen (von allen drei Kindern gleichzeitig), war immer freundlich und interessiert. Sie mag Kinder, das ist natürlich für mich erleichternd. Egal, ob heftiges Drücken durch kleine Kinderarme, Geschwistergezanke oder viele lange Geschichten über das Pony “Sternenschweif”, Elding hört zu, ist stets gelassen und entspannt. So langsam kehrt eine Art Alltag mit der Familie und dem Pferd ein. Morgens früh aufstehen, erstmal Frühstück mit der Familie, mein Mann bringt die Kinder meist zur Schule, dann heißt es für mich meist, Videos drehen. Danach fahre ich in den Stall und habe dann ein wenig Ruhe, viele Dinge mit ihr zu machen. Sie war sehr aufgeregt, alles war neu. Sie war zwar lieb, aber auch schnell auf 180 😉 ! So langsam kehrt auch bei Ihr der Alltag ein. Sie kennt jetzt alle anderen Pferde, die neuen Menschen am Stall und die neue Umgebung.

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Ich lag goldrichtig damit, ihr etwas Zeit zu geben, nicht zu schnell zu viel zu wollen und erst einmal einen Gang runter zuschalten. In den letzten Wochen, habe ich sie nur vom Boden aus gearbeitet, was sich jetzt sehr auszahlt. Führtraining  auf dem Platz und im Gelände, Bodenarbeit und Gehorsam, longieren, Stangenarbeit, freies Laufen und Gelassenheitstraining standen bei uns auf dem Programm. Ich habe bewusst darauf verzichtet, sie zu reiten. Ich wollte für uns beide als erstes eine Vertrauensbasis, auf der wir aufbauen können und erst dann der nächste Schritt. Vor ein paar Tagen übten wir das auf und absteigen mit Aufstiegshilfe, sie steht lieb und gelassen und freut sich wahrscheinlich genauso wie ich, dass es bald losgeht. Alle Dinge, die ich hier schreibe klingen oft nach nichts. Ein bisschen Arbeit vom Boden aus, Spazierengehen und hier und da mal raufsteigen. Ich habe im laufe meines Lebens viele Pferde kennengelernt und durfte auch viele von ihnen reiten. Dabei habe ich oft Pferde kennengelernt, die vieles konnten, aber die Basis oft nicht beherrschten. Ich habe Besitzer gesehen, die ohne Hilfe von mehreren Personen nicht auf ihr Pferd steigen konnten. Das Pferd stand einfach nicht still, oder lief bereits während des Aufstieges los. Ich habe Pferde kennengelernt, die alleine nicht vom Hof gehen, bei denen der Besitzer warten muss, bis ein anderer mal Zeit hat, damit man einfach mal ausreiten kann. Ich habe Pferde gesehen, die super ängstlich im Gelände sind, aber ohne Routine durch Spazierengehen oder Training im Gelände können sie ja auch gar keine Routine entwickeln. Und so kann ich die Liste fortführen. Für mich war klar von Anfang an, hat man ein Pferd, übernimmt man nicht nur die Verantwortung für sein Leben, sondern ist auch für seine Ausbildung verantwortlich. Was in den meisten Fällen einer guten Lebensversicherung gleicht!!! Deswegen war es mir so wichtig, eine gute Basis zu bilden, die noch lange nicht vorbei ist. Dafür bin ich bereit, das Auf- und Absteigen solange zu üben, bis mein Pferd verstanden hat, dass es, wenn ich aufsteigen möchte, still stehen bleibt. Das ist nicht selbstverständlich für ein Pferd, sondern muss hier und da immer wieder geübt werden. Nachdem wir jetzt mit den Grundlagen gut vertraut sind, geht es jetzt ans Reiten. Ich freue mich schon riesig darauf. Und kann es kaum erwarten. Unterstütz werde ich dabei von meiner Reitlehrerin, die sich sehr gut mit jungen Pferden auskennt. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wie es bei uns voran geht. Habt ein schönes Wochenende.

Liebste Grüße vom Landrand

Martina

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