Food Lifestyle

Ohne Gedöns – Unverpackt einkaufen, ein paar Gedanken dazu!

Juhuuuu, seit ein paar Wochen ist unsere Wohngegend um eine tolle Idee reicher und es fühlt sich wahnsinnig toll an. Endlich kann man auch hier unverpackte Bioware einkaufen und das, ohne mit dem Auto in Richtung Schanze oder Ottensen kurven zu müssen.

Seit ein paar Jahren schießen sie nämlich aus dem Boden; Läden, in denen unverpackte Ware angeboten wird. Denn, an die viele bunte Folie, an ständiges ein- und auswickeln haben wir uns schon so gewöhnt, dass es Zeit wird, auch mal zu hinterfragen, ob das so wirklich sein muss. Das Verhalten der Verbraucher ändert sich aber so langsam, einschließlich mein eigenes. Klar, ich beziehe seit vielen Jahren, die Biokiste, verwende wiederverwertbare Stoffbeutel für Obst und Gemüse, verwende, wo es nur geht, Coffee-to go Becher zum wieder befüllen und ich bemühe mich sehr, meinen Brotbeutel nicht so oft zu Hause in der Küche zu vergessen. Na klar, ist mein Kaufverhalten, auch noch echt verbesserungswürdig und ich könnte noch viel mehr und viel schneller so einiges verändern, aber mein Alltag hat gezeigt, ich brauche dazu etwas Zeit.

Zeit, mich damit auseinanderzusetzen, Zeit mich gründlich zu informieren und mitten drin auch Zeit für mich. An manchen Tagen, habe ich oft nämlich keine Muße und einfach keine Geduld, meine Gedanken ausschließlich um meinen Plastikkonsum kreisen zu lassen. Natürlich ist das doof und auch nicht so richtig konsequent, aber so ist es eben – das ist Alltag.

Eine Freundin zauberte mir kürzlich ein großes Lächeln auf meine Lippen, als sie mir erzählte, dass ein Laden bei uns eröffnen wird, der unverpackte Bioware anbietet. Sehr cool, denn, was für mich bisher in der Umsetzung etwas schwierig war, wird jetzt (glaube ich ) leichter. Vor ein paar Tagen, in einer kinderfreien Minute, habe ich mir den Laden einmal etwas genauer angesehen und mich wahnsinnig gefreut. Der Laden ist sehr gelungen, klein, aber fein, verströmt er ein Gefühl von “Bio-Wohlfühl-Oase”, an sehr gut sortierter Food-Inspiration 😉 ! Mit einem (sehr guten) Bio-Kaffee-Latte, schlenderte ich durchs Geschäft und nahm das Sortiment ordentlich unter die Lupe. Dabei ist mir natürlich wichtig, dass ich die Basics in guter Bio-Qualität gut und bequem einkaufen kann. Natürlich hat jeder eine andere Vorstellung, was das ist, aber für unsere Familie ist alles da, was wir so zum guten täglichen Kochen benötigen. Haferflocken, verschiedene Müslis, viele, viele Pastasorten und Lasagneplatten. Es gibt Hülsenfrüchte, fair gehandelten Kaffee, tolle Gewürze und juhuuuuu auch Süßigkeiten. Das tolle daran ist auch, dass man mit dem ersten Einkauf auch nicht alleine gelassen wird, denn wenn man keinerlei Erfahrung hat “unverpackt” einzukaufen, fragt man sich ja schon, wie das so geht. Verpacke ich jetzt Pasta lieber im Glas oder im Stoffbeutel, wie ist das mit den Gewürzen oder, wo packe ich am besten mein Waschmittel rein, so dass ich es daheim nicht mit dem Mehl vertausche. Alles wird toll erklärt, alle Fragen können gestellt werden (ohne das man sich total doof vorkommt) und es gibt wertvolle Tipps für zu Hause, um in Zukunft einfach etwas Müll zu sparen.

Mir persönlich geht es jetzt auch nicht darum, sofort alles zu verändern, aber ich möchte mich langsam mit dem Thema beschäftigen, ohne gleich meine ganze Familie zu nerven und ohne mega viel aufsehen zu erregen. Klar, sagen immer viele, dass alles so ganz leicht ist und man sehr schnell einen ganz müllfreien Haushalt haben könnte, wenn man denn nur wirklich will. Aber ich finde das gar nicht so easy. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich auch sehr ehrlich zu mir selber bin und mir keine Verbote auflege. Ich in so wie ich bin und ich leiste immer nur das, was ich kann. Wenn ich einen Coffee-to-go kaufe und ich meinen geliebten Becher daheim vergessen habe, bin ich in erster Linie immer bereit einen weiteren Becher im Café zu kaufen. Gibt es aber keinen, nehme ich eher einen Einweg-Becher, als auf meinen Kaffee zu verzichten. Viele kritisieren mich (gerade auf Instagram) für mein inkonsequentes Verhalten. Das ist auch für mich ok, hey, aber so ist es eben. Und ich denke, dass es vielen so geht. Genauso wird es wahrscheinlich auch in Zukunft hier und da mal sein.

Es wird wahrscheinlich auch weiterhin hin und wieder Pasta  in einer Plastiktüte verpackt geben. Aber vielleicht viel, viel weniger. Ich werde mit unserem tollen Laden in der Nachbarschaft jetzt mehr und mehr darauf achten, wie ich einiges unverpackt bekommen und somit zwangsläufig unseren Hausmüll etwas reduzieren kann. Und hat man mal nicht soviel Zeit, alles alleine abzufüllen, gibt es einen speziellen “Einpack-Service”. Einfach am Morgen den Einkaufszettel rein reichen und später den Einkauf in Gläser und Beutel abgefüllt abholen. Genial, das werde ich garantiert in Anspruch nehmen. Denn die Tage sind ja oft auch prall gefüllt und auch wenn man gerne einkauft, passt es eben zeitlich manchmal eben oft nicht. Ich bin mal gespannt und freue mich sehr “Ohne Gedöns” jetzt in der Nähe zu haben. Wenn ihr auch im Hamburger Alstertal wohnt, kommt doch gerne mal vorbei und schaut euch gemütlich bei einem Kaffee den Laden mal etwas genauer an. Und, wer weiß, vielleicht treffen wir uns dann ja mal spontan und können etwas schnacken 😉 !

Ohne Gedöns, Tannenhof 45, 22397 Hamburg

Liebste Grüße vom Landrand

Martina

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9 Comments

  • Reply
    Miri
    19. August 2017 at 23:52

    Super. Finde ich toll, dass du so einen Laden in der Nähe hast. Wir haben einen in lübeck doch da muss ich dann 30 monatlich hinfahren und da bin ich dann oft zu bequem für…lg Miri

    • Reply
      Miri
      19. August 2017 at 23:53

      Super. Finde ich toll, dass du so einen Laden in der Nähe hast. Wir haben einen in lübeck doch da muss ich dann 30 minuten hinfahren und da bin ich dann oft zu bequem für…lg Miri

    • Reply
      Lady Landrand
      20. August 2017 at 19:54

      Hi Miri, oh ja das kann ich gut verstehen. Man kann das natürlich mal kombinieren, wenn man plant dorthin zu fahren. Bei meiner Freundin in der Nähe, kann man im Hofladen auch viele Dinge abfüllen. Wie Seifen, Shampoo, Streichkäse und Marmelade. Ist aber glaube ich auch die Ausnahme auf dem Lande. Liebe Grüße

  • Reply
    Philippe BERNARD
    20. August 2017 at 10:04

    Merci! Super Artikel mit Bildhübsche Bilder 😊! Das unverpackt verbreitet sich ..wir haben jede Woche neue Anfrage bei trade fixtures in Deutschland so dass wir das Standort Langefeld bei Düsseldorf ausgesucht für die Europa zentrale 👍

    • Reply
      Lady Landrand
      20. August 2017 at 19:57

      Oh ja, unverpackt wird immer beliebter. Es ist ja auch sehr zukunftsorientiert. Alle reden über das Müllproblem, das ist klasse, aber man kann ja auch mal was machen und im kleinen beginnen Müll zu verringern oder zu vermeiden. Also, ich bin dabei!

  • Reply
    Evelyn
    20. August 2017 at 16:29

    Ein schöner Laden, ich bin ganz deiner Meinung – oft geht es grad nicht anders aber man wird immer bewusster!

    • Reply
      Lady Landrand
      20. August 2017 at 20:01

      Hallo Evelyn, ja das finde ich auch. Ich kenne ganz viele Leute, die sich sehr damit auseinandersetzen. Und auch schon viel Verändert haben. Oft hat man das Gefühl, das kleine Schritte zu wenig sind. Aber das ist nicht so. Wenn jeder einen kleinen Schritt geht, ist das im Gesamtbild sehr, sehr viel. Ganz liebe Grüße aus Hamburg

  • Reply
    Julia
    8. September 2017 at 22:52

    Toll ist das! Sowas fehlt mir hier in Lüneburg noch total, zumindest bin ich noch keinem Unverpacktladen über den Weg gelaufen. Leider sind ja auch in den meisten Bioläden immer noch viele, teils vermeidbare Plastikverpackungen etabliert. Vielen Dank für deine Inspirationen! Guck doch auch mal auf meinem neuem Blog vorbei.
    Love, Julia

  • Reply
    Unverpackt einkaufen.Erste dauerhafte Erfolge & auch Kompromisse! – Lady Landrand
    14. August 2018 at 14:14

    […] mit dem Fahrrad erledigt werden. Ich habe dazu bereits einen Beitrag verfasst, mehr dazu kannst Du HIER nachlesen. Aber was hat sich eigentlich seitdem bei mir persönlich getan? Was konnte ich bisher […]

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